Ausschreibungen:
ARTE Philosophie - Schach: die hohe Schule des Täuschens

Offene Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2021/22

Mario Mahn, 7.10.2021

Ausschreibung

Allen nach wie vor ungewissen Entwicklungen und Einschränkungen zum Trotz sind wir übereingekommen, die OCSM2122 auszutragen! Nachdem zuvor fast alle Chemnitzer Turniere (u.a. Sparkassen-Cup, Turm-Open, Jugendopen) den Widrigkeiten der letzten gut 1½ Jahre zum Opfer fielen, war es uns ein besonders wichtiges Anliegen, dieses Turnier nicht zuletzt im Sinne der weiteren Normalisierung des Präsenz-Schachspiels fortzuführen.

In wiederum 9 Runden wird bis zum 12.05.2022 der Nachfolger von Matthias Hörr ermittelt werden, der das Turnier im Juli letzten Jahres bereits zum 5. Mal gewonnen hatte. Alle Sieger und Platzierten seit der ersten Austragung 1993/94 sind im Übrigen in beigelegter Liste aufgeführt.

Sämtliche Informationen zum Turnier, das mit der 1. Runde am 11.11.2021 nach wie vor nicht im Spiellokal der USG Chemnitz, sondern bei IFA Chemnitz beginnt, sind der Ausschreibung zu entnehmen. Die Anmeldung sollte bis zum 31.10.2021 erfolgen.

Ich hoffe auf rege Teilnahme und sehe dem Turnier mit Zuversicht und wie stets großer Freude entgegen.


Eine Chemnitzer Familie und die Leichtigkeit des Denksports

Paula Czäczine hat den Deutschen Meistertitel im Schach gewonnen. Für diesen Erfolg hat sie auch mit ihrer Schwester geübt. Jedoch nicht am gleichen Brett. Und in getrennten Zimmern. Denn bei aller Liebe und Spaß am Spiel: Ehrgeiz muss sein.

Thomas Reibetanz, Freie Presse vom 17.9.2021


Dass Schach alles andere als langweilig ist, beweist diese Familie:
Laura Czäczine, Vater Norman Thielsch, Paula Czäczine und Mutter
Anne Czäczine haben großen Spaß mit den Figuren, die - der Test hat
es bewiesen - sogar richtig gut fliegen können.

- Foto: Andreas Seidel
Schach ist etwas für Langweiler. Für Mathematiker. Für solche, die man neudeutsch als Nerds bezeichnet. Für Leute, die sonst kaum Freunde haben. Damit hätten wir so ziemlich alle gängigen Vorurteile über diese Denksportart abgehandelt Um sie zu widerlegen, muss man nur mal Familie Czäczine einen Besuch abstatten. Dort spielen sie alle Schach - Vater, Mutter, Kinder. Langweilig ist hier aber gar nichts. Weiterlesen ...

Schach-Sommer 2021

Mario Mahn, 6.9.2021

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Endlich zurück an die Bretter! Diese Devise galt auch für zahlreiche von lebendigem Schach ausgehungerte Chemnitzer, kaum dass Präsenzschach nach monatelangem Entzug wieder möglich war. Ob zur Jugend-DEM in Willingen, Seniorenmeisterschaften in Magdeburg und Ingolstadt oder verschiedene Open in Deutschland, Tschechien und Österreich: wohin auch immer es Jung und Alt führte, kehrten sie nicht nur vorerst gesättigt, sondern oftmals noch mit tollen Erfolgen zurück.

Allen voran Paula Czäczine vom Chemnitzer SC Aufbau´95, die den Deutschen Meister-Titel nach Chemnitz holte! Bei der Jugend-DEM im sauerländischem Willingen wurde sie ihrer Favoritenrolle in der Altersklasse U10 vollauf gerecht, erzielte ausgezeichnete 9,5 von 11 möglichen Punkten und sicherte sich so mit einem ganzen Punkt Vorsprung Platz 1. Clara Mehner von der USG Chemnitz konnte mit 6,0 Punkten ebenfalls überzeugen und belegte im Feld der 38 Teilnehmerinnen immerhin Platz 14. Auch Leon Chris Ehrig (USG) spielte ein sehr gutes Turnier. Als 27. der Setzliste (U14) holte er 5 (9) Punkte und kam auf Rang 13. Kein Zufall also, dass Ehrig wie auch sein langjähriger Team- und Trainingskamerad Jakob Matthäi in der kommenden Saison zum 1. Mal zur Stammaufstellung der Ersten USG-Mannschaft gehören. Matthäi kehrte übrigens mit großartigen 5,5 (9) Punkten vom Open in Liberec zurück, erspielte dort eine Performance von 2123 (!), womit der 16-Jährige erstmals die 2000-er DWZ-Marke knackte.

Nicht minder unterwegs und erfolgreich war die ältere Generation. So wurde Liubov Orlova (TSV IFA Chemnitz) in Magdeburg Deutsche Seniorenmeisterin (65+)! Im gesamten 197-er Starterfeld auf Position 70 gesetzt brachten ihr 5,5 (9) Punkte einen stolzen 36. Platz und bei den Damen nach 2013 und 2014 bereits zum 3. Mal (!) den Titel ein. Jürgen Kyas vom SV Eiche Reichenbrand indes ging bei der 29. Deutschen Senioren-Mannschaftsmeister¬schaft in Ingolstadt für Team Sachsen I an den Start und gewann dort Bronze. In 7 Runden erzielte er 5 Punkte (!), gewann u.a. die letzte Partie und trug so maßgeblich dazu bei, dass Sachsen erstmals überhaupt das Podest erklomm. Der für Sachsen II angetretene Udo Waltenberger holte ebenfalls respektable 4,5 Zähler und wurde mit dem Team 11.

Damit nicht genug. Auch bei verschiedenen Open waren die „Eichen” auf beeindruckende Weise zu Gast. Errang das Reichenbrander Spitzenbrett Stefan Mazur bei den Bamberg-Open mit 5,5 (7) Punkten unter 89 Teilnehmern Platz 2 (!), spielte Florian Fuchs beim 5. Festival Innsbruck wohl eines seiner besten Turniere und wurde nach fulminantem 4 (4)-Schlussspurt mit insgesamt 6,5 (9) Zählern Elfter (!), und das im Feld von 143 Teilnehmern, darunter vielen Groß- und Internationale Meistern. Auch beim Czech-Open in Pardubice wenige Wochen zuvor konnte Fuchs mit 5 (9) Zählern überzeugen.

Noch so manch anderer Akteur war hier und da zugange und half wie alle Vorgenannten mit, das Spiel am Brett wieder aufleben zu lassen, was in diesen Zeiten Zuversicht und Mut macht. Kommen dann noch solche Resultate hinzu - umso besser!


Punktspiel-Saison 2019/20

Mario Mahn, 22.7.2021

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Von einer langen Saison wurde schon desöfteren gesprochen, doch meist kam solch eine Einschätzung eher subjektiv zustande. Die eben abgelaufene so zu beschreiben, wäre hingegen glatte Untertreibung. Fast genau 1 Jahr und 10 Monate brauchte es, um beispielsweise den neuen Sachsenmeister, die Auf- und Absteiger aus Landes- und Bezirksklassen oder sämtliche Topscorer 2019/20 zu ermitteln. Die Situation, monatelang ohne Spiele und Turniere, ja schlimmer noch, ganz ohne Bretter auszukommen, stellte sich als äußerst schwierig dar, und abgesehen vom Online-Schach (im Vergleich zu anderen Sportarten: immerhin !) lief lange Zeit praktisch nichts mehr.

Um so bemerkenswerter, welch positive Bilanz nach dem um fast 1 Jahr verschobenen letzten Spieltag gezogen werden kann. Gleich 3 Aufstiege sind für Vereine des CSV zu konstatieren, die jeweils zudem von ganz besonderer Bedeutung sind.

Natürlich schleppte die USG Chemnitz den größten Rucksack mit sich herum, als sie im Jahre 2019 zum 1. Mal überhaupt den bitteren Gang hinab in die 1. Landesklasse antreten mußte. Man ver-sprach sich seinerzeit, das sofort widergutzumachen, und es gelang ! Mit einem ungefährdeten 5,5 : 2,5-Auswärtssieg bei den Roten Rüben in Leipzig verteidigten die USG-er den am 7. Spieltag eher unverhofft von Wilkau-Haßlau übernommenen 1. Platz - dank des Chemnitzer SC Aufbau´95 übrigens, der den Westsachsen die einzige Saisonniederlage beibrachte. Der SV Eiche Reichenbrand, Dritter und bis dato einzigster Vertreter aus den Reihen des CSV und Dritter der abgelaufenen Sachsenliga-Saison, bekommt also wieder Gesellschaft und darf nun gegebenenfalls im Stadtgebiet verbleiben, anstatt nach Leipzig reisen zu müssen.

Großes hat aber auch der SV Erzgebirge Stollberg geleistet. Im Jahre 2012 aus dem Zusammen-schluß der vormaligen Vereine Tanne Thalheim und dem SV Neuoelsnitz hervorgegangen hat es nach zuvor manch knappem Scheitern nun um so souveräner geklappt: mit 18 : 0, der optimalsten aller möglichen Punktausbeuten, mithin 6 Zählern Vorsprung auf die zweitbeste Konkurrenz, steigt Stollberg nun zum 1. Mal in der 1. Landesklasse auf, wo sie eine echte Bereicherung sein dürften.

Dritter im Bunde der Aufsteiger ist IFA Chemnitz, im Gegensatz zu Stollberg zwar knapp, am Ende mit nur einem halben Brett-(!)punkt Vorsprung sogar extrem knapp, aber das ist den engagierten Schachfreunden von der Eubaer Straße letztlich egal. Nach drei Jahren im Unterhaus kehrt IFA auf die Landesebene zurück und sorgt damit, ganz nebenbei, für ein weiteres innerstädtisches Derby, das es zuletzt nicht gab.

Alle anderen Vereine, die den schwierigen Umständen gleichfalls getrotzt, Punkte gesammelt und sich sonstwie „am Leben” gehalten haben, gilt die selbe Anerkennung. Hoffen wir eine wiederum erfolgreiche neue Saison, vor allem aber darauf, dass diese wieder geregelter und unbeschwerter verlaufen möge.


Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2019/20

Matthias Hörr Chemnitzer Stadtmeister 2020

Mario Mahn, 1.7.2021

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Der Chemnitzer Stadtmeister 2020 Matthias Hörr.
Es ist vollbracht. Gut 8 Monate lang lag das Finale der OCSM1920 coronabedingt auf Eis; insgesamt gar 1 Jahr und 7 ½ Monate brauchte es schließlich, um den neuen Chemnitzer Stadtmeister zu ermitteln.

Mag sich im Zuge der Pandemie vieles geändert haben - die in der 4. Runde übernommene Führung gab Matthias Hörr (Bild) vom SK König Plauen nicht mehr her. Mit seinem abschließenden Sieg über Volkmar Brand sicherte sich der 36-Jährige mit 7,5 (9) Punkten nach 2005, 2013, 2014 und 2018 seinen fünften Titelgewinn und ist damit hinter Gerd Lorenz wieder alleiniger Zweiter in der Liste der häufigsten Sieger seit 1993/94.

Platz 2 ging gleich bei seiner ersten Teilnahme am Turnier mit 7,0 Zählern an Martin Kapp (SV Erzgebirge Stollberg), der gegen Christian Posthoff ebenso gewann wie der Drittplatzierte Edwin Fischer vom SV Eiche Reichenbrand. 6,5 Punkte standen für ihn am Ende zu Buche, während sich dessen unterlegener Kontrahent, Titelverteidiger Birger Watzke, diesmal mit 5,0 Punkten und Platz 6 begnügen musste. Stanislav Azimov, auch bereits viermaliger Sieger des Turnieres, wurde als bester USG-Spieler Vierter.

26 Starter waren einst, im November 2019, ins Rennen gegangen, von denen Dr. Gerd Schwier das Turnierende leider nicht mehr erlebte. Im Februar diesen Jahres war der stets tadellose Sportsmann, mehrmalige Teilnehmer und des Öfteren erfolgreicher Favoritenschreck im Alter von 72 Jahren verstorben.

Natürlich hatte auch diese Stadtmeisterschaft stark unter den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen gelitten; monatelange Unterbrechungen und schließlich weit über 1 Jahr Verzug waren die Folge. Umso größer daher unser Dank an IFA Chemnitz, die mit ihrer Unterstützung maßgeblich dazu beitrug, das Turnier sportlich zu einem guten Ende gebracht zu haben.


Seniorenschach

Rücktritt Günter König

Jörg Weißflog, 8.4.2021

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Hallo Schachfreunde,

die Zeit der fortlaufenden Corona-Pandemie bringt auch im Nichtstun seine Veränderungen.

Ich möchte euch hiermit mitteilen das Schachfreund Günter König mit Wirkung vom 17.03.2021 aus dem Vorstand des Chemnitzer Schachverbandes e.V. und somit auch als Verantwortlicher Seniorenschach zurückgetreten ist. Sein aktueller Gesundheitszustand und sein Alter (82) waren die Gründe für seinen Rücktritt.

Im Namen des Vorstandes des CSV e.V. und aller Chemnitzer Schachfreunde möchte ich mich stellvertretend bei Günter König für seine langjährige, intensive, aufopferungsvolle und erfolgreiche Arbeit für den Schachsport in Chemnitz und Sachsen bedanken. Seine ehrenamtliche Arbeit im Verein der TSV IFA Chemnitz und des Vorstandes des Kreisverbandes Schach Chemnitz / Chemnitzer Schachverband waren immer geprägt von einer beharrlichen, akribischen und sorgfältigen Intensität. Er organisierte als Verantwortlicher Seniorenschach viele Turniere und Wettkämpfe für unsere älteren Schachfreunde, die gute Quantität zeigt sich in der sehr guten Qualität der durchgeführten Veranstaltungen. Dafür nochmals unseren herzlichen Dank.

Wir wünschen Günter in seinem Verein noch viele schöne Stunden und natürlich hoffentlich auch bald wieder viele interessante und spannende Schachpartien.

Organisatorischer Hinweis:
Bis zu entsprechenden Neuwahlen im Chemnitzer Schachverband e.V. (Termin???????), bleibt die Funktion des Seniorenschachverantwortlichen unbesetzt. Für Probleme oder Fragen steht der Vorsitzende Jörg Weißflog zur Verfügung.


Schach ohne Figuren in der Hand

Die Geschwister Clara und Lorenz Mehner aus Chemnitz haben sich dem Denksport verschrieben. Da Turniere derzeit nicht stattfinden können, haben sie es plötzlich mit ganz neuen Gegnern zu tun.

Thomas Reibetanz, Freie Presse vom 11.3.2021


Die Geschwister Clara und Lorenz Mehner spielen beide Schach für die USG Chemnitz.
Derzeit ist das nur bei Online-Turnieren möglich - doch dort sind beide sehr erfolgreich.

- Foto: Andreas Seidel
Ein Schachbrett ist einen reichlichen halben Meter breit. Um in Pandemiezeiten den gebotenen Abstand zu halten, fehlt also ein Meter. Und das macht Turniere, bei denen sich Spieler direkt gegenüber sitzen, derzeit unmöglich. Auch Clara und Lorenz Mehner müssen schon seit mehreren Monaten darauf verzichten, ihren geliebten Sport wie gewohnt auszutragen. Die Chemnitzer Geschwister spielen für die Universitätssportgemeinschaft (USG) und gehören zu den besten Nachwuchsspielern des Vereins. Weiterlesen ...

Dr.-Ing. Gerd Schwier verstorben

Günter Schmidt, 21.2.2021

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Am Sonntag, den 21.02.2021, verstarb das Mitglied des SV ROCHADE Chemnitz e. V., unser Schachfreund Gerd Schwier. Er wäre am 17. April 73 Jahre alt geworden.
Gerd war ein in Chemnitz und Sachsen erfolgreicher und bekannter Schachfreund. Aktiv spielte er zuletzt bei der SG Neukirchen e. V. Bis zum Eintritt ins Rentenalter führte er in Chemnitz ein Unternehmen für Drahtziehtechnik.
Die Chemnitzer Schachfreunde und unser Förderverein verlieren in ihm einen sympathischen, stets freundlichen und hilfsbereiten Schachfreund.