Ausschreibungen:

Offene Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2021/22

Bericht von der 5. Runde

Mario Mahn, 12.5.2022

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Die 5. Runde der Offenen Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2021/22 erbrachte keinerlei Veränderungen an der Tabellenspitze, endeten doch sämtliche Topspiele Remis. Dabei waren die Duelle der jüngsten wie auch der dienstältesten Teilnehmer an den Tischen 2 und 3 die längsten Partien des Abends und blieben bis ins Damen- bzw. Springer-Endspiel hart umkämpft.

So bleibt es beim Führungsduo Martin Kapp (SV Erzgebirge Sollberg) und Stanislav Azimov (USG Chemnitz) mit nunmehr 4,0 Punkten, denen fünf Akteure mit jeweils 3,5 Zählern am nächsten sind. Zu dieser ersten Verfolgergruppe mit Alfred Pfeiffer, Manfred Friedland, Jakob Matthäi (alle USG) und Rainer Staudte (MT Wilkau-Haßlau) gesellte sich nach dem 3. Sieg in Folge auch Günter Sobeck (USG) hinzu, der seinen Fehlstart damit schon (fast) vergessen machte. Titelverteidiger Matthias Hörr vom SK König Plauen befindet sich nach seinem zweiten Sieg gleichfalls auf dem allerdings noch etwas weiteren Weg nach oben.

In der speziellen Wertung des ´Besten Jugendlichen´ hat John Heinrich (SV Lengefeld) als Einziger voll gepunktet und damit gegenüber Friedland und Matthäi Boden gut gemacht. Abgesehen davon liegen alle drei mit Rang 4, 5 und 8 ausgezeichnet im Rennen.

Unter anderem mit der Spitzenpaarung Kapp - Friedland sowie den USG-Duellen Azimov - Sobeck und Matthäi - Pfeiffer geht es am 2. Juni wie gewohnt bei IFA weiter.


Offene Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2021/22

Bericht von der 4. Runde

Mario Mahn, 28.4.2022

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Die 4. Runde der OCSM2122 hat das Klassement mächtig durcheinandergewirbelt und für einen Wechsel an der Tabellenspitze gesorgt.

Im Top-Spiel des Tages bezwang Martin Kapp vom SV Erzgebirge Stollberg den vormals verlustpunktfreien Jakob Matthäi (USG Chemnitz) und übernahm mit 3,5 Punkten erstmals die alleinige Führung. Punktgleich auf Rang zwei schob sich Stanislav Azimov (USG), der John Heinrich (SV Lengefeld) das Nachsehen gab. Es folgen 4 Akteure mit jeweils 3,0 Zählern, neben dem unterlegenen Matthäi die beiden USG-er Alfred Pfeiffer und Manfred Friedland, die sich beide im direkten Aufeinandertreffen remis trennten, sowie Rainer Staudte (MT Wilkau-Haßlau), der im längsten Spiel des Tages Volkmar Brand (CSC Aufbau´95) bezwang.

Das ebenfalls mit Spannung erwartete, wenngleich entgegen der Gewohnheit im Mittelfeld angesiedelte Spitzenspiel des Setzlisten-Dritten Günter Sobeck (USG) gegen den -Zweiten Matthias Hörr (SK König Plauen) entschied der Chemnitzer zu seinen Gunsten.

Bereits in knapp 2 Wochen, am 12.05.22, geht es weiter. Vor allem die Partien Kapp - Azimov oder das USG-Nachwuchs-Duell Friedland - Matthäi werden dann im Mittelpunkt des Interesses stehen. Aber auch der Klassiker Pfeiffer - Staudte, in der ewigen OCSM-Tabelle (seit 1993/94) auf Platz 1 und 2 gelegen, lässt abermals eine spannende Partie erwarten.


Offene Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2021/22

Bericht von der 3. Runde

Mario Mahn, 7.4.2022

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Nur 14 Tage nach der 2. kam bereits die 3. Runde der OCSM2122 zur Austragung, doch der Freude über die erstmals seit vielen Monaten ungehinderte Fortsetzung des Turnieres standen die bedauerlichen, weil zudem sehr kurzfristigen Absagen gleich dreier Teilnehmer gegenüber, darunter auch Titelverteidiger Matthias Hörr oder der bis dato zwei mal siegreiche Philipp Röder.

Einer dieser dann leider unvermeidlichen kampflosen Punkte ging, obwohl er selbstverständlich viel lieber gespielt hätte, an den 16-Jährigen Jakob Matthäi von der USG Chemnitz, der damit die alleinige Führung übernahm und nunmehr einzig Verbliebener mit Weißer Weste von 3 Punkten ist.

Erste Verfolger mit jeweils 2,5 Zählern sind seine Vereinskameraden Manfred Friedland, Stanislav Azimov und Alfred Pfeiffer, sowie der Vorjahreszweite Martin Kapp vom SV Erzgebirge Stollberg. Während sich Azimov und Friedland im direkten Duell remis trennten und Pfeiffer ebenfalls kampflos punktete, bezwang Kapp im Schlußspurt der längsten, außerdem überaus spannnenden und für jeden Kiebitz äußerst kurzweiligen Partie Wolfgang Beyer vom SV Eiche Reichenbrand.

Die nächste Runde am 28.04.22 hält nicht nur die interessanten Spitzenpaarungen Matthäi - Kapp oder Pfeiffer - Friedland bereit, auch das Duell der in Lauerposition liegenden Setzlisten-Zweiten und Dritten, Hörr und dem erstmals siegreichen Günter Sobeck, hat es natürlich in sich.


Sachsenliga

Eiche gewinnt Stadtderby deutlich

Mario Mahn, Freie Presse vom 5.4.2022

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Das mit Spannung erwartete erste Derby der beiden besten Chemnitzer Schach-Teams seit über drei Jahren wurde zu einer unerwartet klaren Angelegenheit. Trennten sich die Sachsenligisten im letzten Aufeinandertreffen noch 4,0:4,0, ließ Eiche Reichenbrand der USG diesmal beim 5,5:2,5 keine Chance. Edwin Fischer, Ulrich Kötzsch und Wolfgang Beyer konnten ihre Bretter jeweils gewinnen, während die übrigen Partien Remis endeten. Mit acht Punkten nach fünf Spieltagen belegt Eiche nun Rang 2, während die USG auf Platz 5 zurückfiel.


Offene Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2021/22

Bericht von der 2. Runde

Mario Mahn, 24.3.2022

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Nach gut 4 Monaten coronabedingter Zwangspause ist die Offene Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2021/22 mit der 2. Runde fortgesetzt worden.

Dabei sorgten insbesondere zwei USG-Youngster für Furore, die wie schon in Runde 1 siegreich waren. Während Manfred Friedland das erste mit Spannung erwartete ´Jugend-Duell´ gegen John Heinrich vom SV Lengefeld für sich entschied, rang Jakob Matthäi seinen Kontrahenten Rainer Staudte (SV MT Wilkau-Haßlau) im längsten Spiel des Tages nieder. Beide zählen damit zum verlustpunktfreien Führungsquartett, dem desweiteren Stanislav Azimov (USG) und Philipp Röder (ASV Grün-Weiß Wismar) angehören, die ihrerseits Volkmar Brand bzw. Mario Mahn bezwangen.

Unterdessen fabrizierte der Setzlistendritte Günter Sobeck (USG) die nächste Überraschung. Nach seiner Auftaktniederlage kam er diesmal nicht über ein Remis gegen den vereinslosen Roman Kuzmin hinaus, der sich bis ins vollends ausgespielte Endspiel zäh und letztlich erfolgreich verteidigte.

Turnierübergreifend lagen zwischen den letzten vier gespielten Runden seit Oktober 2020 durchschnittlich gut 5 Monate (!). Diesmal soll es nur 2 Wochen dauern, bis sich am 07.04.22 beispielsweise die Vereins- und Mannschaftskameraden Azimov und Friedland oder die beiden Ex-Stadtmeister Alfred Pfeiffer und Matthias Hörr gegenübersitzen werden. Gibt es die Spitzenpaarung im Turnier zum 1. Mal überhaupt, treffen Pfeiffer und Hörr bereits zum 10. Mal aufeinander.


Gert Leichsnering vom Ersten Burgstädter Schachklub 1914 verstorben

Günter Schmidt, 7.1.2022

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Schachfreund Gert Leichsnering ist am 04.01.2022 im Alter von 87 Jahren gestorben. Gert war seit 1948 Mitglied der Abteilung Schach des Burgstädter TSV 1878 e. V. (ehemals Einheit Burgstädt) bzw. des Ersten Burgstädter Schachklub 1914.

Als Spieler der Jugendmannschaft erkämpfte Gert 1951 in Gröditz den 5. Platz bei der Sächsischen Mannschaftsmeisterschaft und im Jahr 1952 in Freiberg verpasste er mit der Mannschaft auf dem 4. Rang nur knapp einen Podiumsplatz. Viele Jahre spielte er in der Burgstädter ersten oder zweiten Mannschaft und war dabei ein umsichtiger Mannschaftsleiter.

Von 1982 bis 1989 fungierte Gert Leichsnering als Kreisgruppen-Vorsitzender der Kreise Karl-Marx-Stadt, Glauchau, Stollberg, Hainichen und Rochlitz. Gleichzeitig war er als Staffelleiter in der 1. Bezirksklasse im Einsatz.

Seinem Verein stand er als Abteilungsleiter von 1971 bis 1983 vor - und war bis 2012 Stellvertreter des Vorsitzenden. Die Funktion des Vereins-Turnierleiters übte Gert ebenfalls ab 1971 etliche Jahrzehnte aus.

Bis 1990 fungierte er als Mannschaftsleiter der Nachwuchsmannschaften und Betreuer bei den jährlich ausgetragenen Kreisspartakiaden. Er organisierte viele vereinsinterne Nachwuchsturniere und beschaffte dafür stets Preise und Urkunden.

Gert Leichsnering wurde für seine ehrenamtliche Arbeit mit den Ehrennadeln des Deutschen Schachverbandes der DDR und des DTSB der DDR in Silber ausgezeichnet. Im Oktober 1998 erhielt er die Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen in Silber - und im Oktober 2014 die Ehrennadel des Schachverbandes Sachsen e. V. in Gold. Mit ihm verliert der Burgstädter Verein und die regionale Schachszene einen seit mehr als 70 Jahren aktiven Schachenthusiasten.